Manchmal überfällt mich trotz spätem Mittagessen und Nachmittagssnack kurz vor Büroschluss noch der kleine Hunger. Ganz fatal, wenn man vorhat, auf dem Nachhauseweg noch einkaufen zu gehen. Gut, wenn ein Teil des Mittagessens dann noch im Kühlschrank steht. So hatte ich heute einen Rest der gestrigen Backkürbissuppe aka „Richtisch gute Pampe“ (O-Ton des gestrigen Nutznießers) mit. Die macht satt und heiße Füße, wenn man dicke Socken und Stiefel trägt. Letztere habe ich gerade ausgezogen und kann mich daher ohne Ablenkung dem Aufschreiben des Rezeptes widmen. Man nehme für 4-6 Personen:
- 2 mittelgroße Hokkaidokürbisse
- 1 weiße Zwiebel
- 1 TL Kokosöl
- 2 TL geräuchertes Paprikapulver (Pimentón)
- 1.5 TL Salz
- 400-600 ml Kokosmilch
Die Hokkaidokürbisse werden zunächst halbiert und ausgehöhlt. Bevor sie mit den Innenseiten auf einem Backblech plaziert werden, reibe man das Kürbisinnere mit ca. 1 TL Kokosöl ein. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad dann 45 Minuten backen und anschließend abkühlen lassen, so dass die Schale entfernt werden kann (bzw. Kürbisfleisch ausschaben). In meinem Fall ergaben sich ca. 1100 g Kürbisfleisch, bei größerer/kleinerer Menge/überhaupt Gewürze nach Geschmack anpassen.
Das Kürbisfleisch pürieren. Die Zwiebel fein schneiden und glasig dünsten (evtl. in etwas (Kokos-)Öl). Die Gewürze und die pürierte Kürbisfleischmasse hinzugeben und einige Minuten mitdünsten, anschließend die Kokosmilch hinzugeben und aufkochen lassen. Die kleinen Zwiebelstücke geben etwas zum Beißen in der ansonsten relativ dickflüssigen Pampe. Zum Verdünnen (z.B. zum Erwärmen am nächsten Tag) kann nach Belieben die Menge an Kokosmilch erhöht oder einfach Wasser hinzugefügt werden.
Auf dem Weg von der Mikrowelle ins Büro ist mir mein Chef über den Weg gelaufen. Das geräucherte Paprikapulver hat sein Interesse geweckt, und er hat darum gebeten, das nächste Mal zur Kürbissuppe eingeladen zu werden. Dann werde ich wohl das nächste Mal ein etwas größeres Resteessen mitnehmen.


