Kategorie-Archiv: Allgemein

Life and Cookie Balance

Das Leben mit Kind ist gaaaaanz anders. Wußte ich natürlich vorher schon. Trotzdem ist es schön, wenn einen nach halb durchwachter Nacht am nächsten Morgen etwas Schokoladiges erwartet. So wie z.B. diese superschnell gemachten Brownies, für die man folgendes braucht:

  • 200 g Mandeln
  • 200 g Datteln
  • 50-60 g Kakao
  • optional: Granatapfelkerne
  • optional: getrocknete Kirschen

Die Mandeln mahlen (dürfen ruhig grob sein), mit den Datteln (eventuell vorher einweichen) und dem Kakao im Universalzerkleinerer zu einer formbaren Masse verarbeiten. Je nach Saftigkeit der Datteln ist die Zugabe von 1-3 Löffeln Wasser nötig. Optional getrocknete Kirschen untermischen. Die Masse flach drücken – das geht gut zwischen zwei Lagen Butterbrotpapier. Jetzt von den optionalen Sachen unbedingt Granatapfelkerne in die Oberfläche drücken (dazu die Kerne auf die Oberfläche streuen und mit einer Lage Butterbrotpapier vorsichtig eindrücken oder einfach mit den Fingern). Im Kühlschrank kalt werden lassen und geniessen!

Nach der heutigen Nacht gibt es zwar keine Brownies, dafür aber Kekse vom Vortag, die haben immerhin einen Klecks Schokolade in der Mitte und sind auch relativ schnell gemacht:

  • 200 g Mandeln
  • 100 g Datteln
  • 50 g Rosinen
  • 6 Esslöffel Tapiokastärke (bessere Konsistenz)
  • Schokolade der Wahl

Das Trockenobst im Vorfeld eventuell etwas einweichen, alle Zutaten im Universalzerkleinerer zu einem krümeligen Teig verarbeiten, Kugeln formen und auf ein Backblech setzen. In die Kugeln eine Mulde eindrücken und bei 150 Grad Umluft 20-25 Minuten backen, danach noch ein paar Minuten bei höherer Temperatur für etwas mehr Bräune. Nach dem Abkühlen etwas Schokolade im Wasserbad schmelzen und in die Mulden gießen, trocknen lassen.

Die Kleine hat heute jedenfalls geschlafen, als läge sie in einem Ameisenhaufen. Neben dem wilden Ganzkörperhin- und -hergezappel hat sie auch noch um sich geschlagen und getreten, als wolle sie jede einzelne Ameise in die Flucht treiben. Besonders die auf meinem Bauch und meinen Beinen. Da freut man sich doch, dass das Kind so stark geworden ist. Die Ameisen auf meinem Bauch hatten keine Chance.

Scones auf Reisen

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Ich probiere gerade mal wieder etwas Wochenplanung aus. Eigentlich bin ich kein großer Fan von zu vielem Planen, da ich mich dadurch selbst unter Druck gesetzt fühle. Ich fand mal, es sei eine gute Idee, einen Menüplan für die Woche aufzustellen. Das mag der Vorbereitung helfen, aber wenn man dann an dem Tag partout keine Lust hat, das Geplante zu machen bzw. zu essen, dann nervt es. Also planen wir jetzt nur noch nach Lust und Laune, was das Essen angeht – „Wollen wir mal wieder…?“ – „Ok, wann, ist aufwendig, Samstag?“ – und so entstehen manchmal Halbwochenpläne. Hilft wie gesagt der Vorbereitung, um zum Beispiel am Tag vorher einzukaufen, denn am gleichen Abend einkaufen und Kochen finde ich meistens nervig. Meine jetzige Wochenplanung betrifft aber nicht das Essen, sondern andere Projekte. Hierbei lerne ich gerade, mir nicht zu viel vorzunehmen, sondern realistische Ziele zu setzen und von der Wochen- in die längerfristige Planung überzugehen. Ist vielleicht nicht so viel anders als das, was ich bisher gemacht habe – eine Art todo-Liste erstellen mit Terminen – aber da auf so einer Liste immer alles landet, was ansteht, bleibt auch vieles liegen und genau das, was liegen bleibt, sammelt sich eventuell an und kann frustrierend wirken. In meinem jetzigen Ansatz versuche ich nicht nur, meine Zeit vernünftig einzuplanen mit genügend Freiräumen und Flexibilität, sondern auch noch zu reflektieren, was gut lief und was nicht und wie man letzteres verbessern könnte. Und das beste daran ist, dass ich das Gefühl habe, gerade einen guten Überblick zu behalten. Zumindest über das, was ich mir aufschreibe… der Brief, den ich seit fast einer Woche einwerfen will, liegt immer noch herum. Nun ja, es gibt immer Verbesserungspotential.

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Das Gute an eingeplanten und uneingeplanten Freiräumen ist, dass man spontan sein kann. Ein uneingeplanter Freiraum stellte sich vor kurzem um 5h morgens ein – ich war hellwach und mir bewusst, dass ein erneuter Einschlafversuch genau dann glücken würde, wenn der Wecker klingeln würde. Also stand ich auf und machte mich an ein neues Rezept (auch wenn es seit dem letzten Blogbeitrag so klingt, als würde ich häufiger morgens backen, ist das eher die Ausnahme). Ich dachte an eine Frühstücksoption bzw. Nachmittagssnack und herausgekommen sind Cranberry-Schokoladen-Scones, bestehend aus folgenden Zutaten:

  • 150 g gemahlene Leinsamen
  • 290 g Reismehl
  • 1 große Süßkartoffel (500-550 g), geschält, in Stücke geschnitten und gekocht
  • ca. 75 g Cranberries oder Rosinen
  • 65-75 g Schokotröpfchen/gehackte Schokolade
  • 240 g Kokosmilch
  • 140 g Datteln (getrocknet: evtl. 10 Minuten in heißem Wasser einweichen)

Die gekochten Süßkartoffeln werden mit den Datteln und der Kokosmilch püriert und anschließend mit den trockenen Zutaten gemischt.

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Der fertige Teig wird dann in 16 ungefähr gleich große Stücke unterteilt, die auf ein Backblech gesetzt und zurechtgeformt werden können. Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C ca. 35 Minuten backen.

Diese Scones nehmen wir gerne auf Ausflüge mit, letztens zum Beispiel ins Wellnesswochenende und auch auf längeren Zugfahrten haben sie schon den kleinen Hunger besiegt. Die allerersten Scones reisten nach Fertigstellung zunächst mit uns zur Arbeit – einer für den Morgen und einer für den Nachmittag. Allerdings überlebte der Nachmittagsscone den Morgen nicht.

Vom (Alp)Träumen und Backen

Alptraum früher: wilde Verfolgungsjagd. Alptraum heute: Ich trinke ein Glas Sekt und mir fällt erst danach ein, dass ich schwanger bin. Der Rest des Traumes war aber schön, ich bin bei strahlendem Sommerwetter (nicht zu kalt und nicht zu heiß) spazierengegangen und habe einer Shoperöffnung beigewohnt, zu der es verschiedene Sorten von Erdbeeren gab, in verschiedenen Farben und Größen, unter anderem welche in Apfelgröße. Meine Begeisterung im Traum kannte keine Grenzen und ich habe mich eifrigst durchprobiert. Nur das Aufwachen bescherte mir noch einmal einen Schreckmoment: Direkt über mir seilte sich gerade eine Spinne ab. So schnell war ich lange nicht mehr aus dem Bett! Die Spinne ist mir dann auch noch entwischt und ich konnte sie nirgends mehr finden. Ins Bett zurück wollte ich dann nicht mehr und so habe ich mich auf in die Küche gemacht – wenn man schon mal zusätzliche Zeit am Morgen hat, kann man sie schließlich auch nutzen…

Frische und schmackhafte Erdbeeren findet man zu dieser Jahreszeit ja eher nicht, darum helfen wir uns mit tiefgefrorenen oder getrockneten Beeren. Im Moment haben wir an Getrocknetem eigentlich immer Cranberries und Kirschen vorrätig. Letztere landeten diesmal in einem Keks. Dieses Rezept ist wirklich schnell gemacht und schmeckt ausgezeichnet, wenn man Sesampaste mag. Folgende Zutaten werden einfach zusammengerührt, bis eine klebrige zusammenhängende Masse entsteht:

  • 6 Esslöffel Sesampaste/Tahini
  • 160 g Reissirup oder Honig
  • 160 g Haferflocken
  • 120-150 g getrocknete Kirschen (oder Cranberries oder Rosinen)
  • optional: 1/2 Teelöffel Zimt

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Nach dem Rühren tee- bis esslöffelgroße Brocken auf ein Backblech setzen und etwas plattdrücken. Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C 10-15 Minuten backen – zwischendurch mal reinschauen, die Kekse werden schnell braun. In einer Keksdose halten sie sich lange knusprig.

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Hirse-Amaranth-Gemüsetopf – schnelle Küche, wenn der Mond ruft

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Dieses Rezept schreibe ich auf, damit ich weiß, was es zum Abendessen gibt, wenn die nächste Mondfinsternis ansteht. Quatsch mit Soße! Nie hätte ich gedacht, dass ich einmal Hirse mit dem Mond verbinden würde. Gestern stand nur die Frage im Raum: was tun gegen den schnellen Hunger, damit wir frühzeitig noch etwas zum Schlafen kommen, bevor der Wecker uns um halb vier(!) wieder aus dem Bett klingelt. Da wir tagsüber die Stadt wieder kulinarisch unsicher gemacht hatten, war der Hunger auch nicht so groß – das hieß dann also schnelle Resteküche. Im Kühlschrank befanden sich natürliche Karottenschönheiten, Blumenkohl, Staudensellerie und grüne Bohnen, und eine Zwiebel gammelte im wahrsten Sinne des Wortes im Zwiebelkorb vor sich hin, war aber zu zwei Dritteln noch zu gebrauchen. Dann gab es noch Reis, Quinoa, Hirse und Amaranth – Reis und Quinoa fielen aus, da tagsüber schon von Teilen der Lebensgemeinschaft konsumiert und Wiederholen ist langweilig. Hirse und Amaranth gab es noch in kleinen Mengen und laut Packungsangabe ähnlichen Kochzeiten und Wasserhinzugaben. Also habe ich einen Teil Hirse mit einem Teil Amaranth kombiniert, sechs Teile Wasser bzw. Gemüsebrühe abgemessen und alles zusammen mit einigen Gewürzen in einen Topf gehauen.

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Etwas übersichtlicher aufgeschrieben nehme man

  • 1-2 Karotten
  • 1 Stange Staudensellerie
  • eine Handvoll grüne Bohnen
  • eine Kaffeetasse voll Blumenkohl
  • 1 mittelgroße (rote) Zwiebel
  • 1 Teil Hirse (ca. 70 g)
  • 1 Teil Amaranth (ca. 70 g)
  • 6 Teile Gemüsebrühe (oder Wasser)
  • 1 TL Salz
  • 1 TL geräuchertes Parikapulver
  • Thymian, Oregano, Kurkuma nach Belieben

und schneide die Zwiebel und das Gemüse in Stücke. Zuerst die Zwiebel anbraten, dann das Gemüse ca. drei Minuten andünsten, anschliessend die Hirse-Amaranthmischung weitere drei Minuten mitbraten. Die Gemüsebrühe, Salz und Gewürze unterrühren, alles zum Kochen bringen und anschließend ca. 20 Minuten köcheln und weitere 5-10 Minuten ausquellen lassen. Das Ganze schmeckt gar nicht mal so himmelhochjauchzend überwältigend, aber dafür, dass ich mich bisher nicht so richtig mit Amaranth als Beilage anfreunden konnte, schmeckt es auch gar nicht mal so schlecht. Der Rest Amaranth, der jetzt noch darauf wartet, dass mir etwas Vernünftiges für ihn einfällt, wird vermutlich auf ähnliche Weise mit Hirse und einem aktuellen Gemüsebestand verarbeitet. Ich glaube, getrocknete Tomaten könnten dem ganzen noch etwas mehr Pfiff verleihen.

Den Mond haben wir dann an mehreren Standorten mit mehreren technischen Geräten beobachtet.

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Das Spektakel hat sich gelohnt, auch wenn mein Nachmittagstief schon relativ früh am Morgen angefangen hat und bis zum Abend fortdauert.

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Erinnerungen an Studententage und Crumble-Jubiläum

Heute ist so ein Tag, an dem man eigentlich rausgehen sollte, um das schöne Herbstwetter zu geniessen. Nachmittags werden wir das auch tun – im Moment warten wir aber noch darauf, dass zwischen 12 und 15 Uhr jemand von der weißen Ware vorbeikommt, um unseren kaputten Geschirrspüler abzuholen. Die Zeit bis dahin verbringen wir notgedrungen damit, besagten Geschirrspüler auszuräumen – in guter Hoffnung, dass die letzte Fehlfunktion nur eine Laune der Technik gewesen ist, hatten wir ihn wieder vollgeräumt, denn die Fehlfunktion bezog sich auf das Trocknen und nicht das Spülen. Jetzt funktioniert aber gar nichts mehr und wir haben Berge von Geschirr, die gewaschen werden müssen. Wie in alten studentischen Zeiten, als der Geschirrspüler noch ein Luxus war, den man sich nicht gönnen wollte oder konnte. Oder wie im Ferienhaus, in dem man die zwei Teller mal eben abspült, weil die Nutzung des Geschirrspülers dafür nicht lohnt. Obwohl es sich heute nicht nur um zwei Teller handelt, habe ich mit Alex gescherzt, dass ja direkt Urlaubsstimmung aufkommt, wenn wir so nebeneinander abspülen und abtrocken. Wenn allerdings nicht bald etwas passiert, also die erfolgreiche Reparatur, werden wir vermutlich demnächst sogar vom Geschirrspülen träumen. Trotzdem erwäge ich heute, auch wenn das eine Steigerung von schmutzigem Geschirr bedeutet, unser Frühstücks-Crumble zu machen, das man auch sehr gut nachmittags essen kann. Denn es gibt nochmal frische Blau- und Brombeeren! Natürlich kann man, wie bei jedem Crumble, so wild kombinieren wie man will.

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Meistens verwende ich als Basis 1-2 Äpfel und ein paar Handvoll Beeren, so dass eine Auflaufform mindestens zweilagig gefüllt ist, also z.B.

  • 1 großer Apfel/2 kleine Äpfel, gewürfelt
  • 1 Birne oder 1 großer Pfirsich, gewürfelt
  • 2 Handvoll Beeren (Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Blaubeeren) oder 1 Handvoll Beeren und 1 Handvoll Pflaumen (gewürfelt)

ODER, wenn gerade Rhabarberzeit ist:

  • 1 Apfel
  • 4 Stangen Rhabarber
  • 2 Handvoll Erdbeeren

Die Menge der „Krümel“ zum Bedecken des Obstes richtet sich nach der Größe der Auflaufform und ich gebe sie verhältnismäßig in Tassen oder cups an (vom Volumen her ca. 230-250 ml Fassungsvermögen). Wir verwenden (fast) immer:

  • 1 cup Haferflocken
  • 1 cup Teffflocken (oder nochmals Haferflocken, Buchweizenflocken, Quinoaflocken etc.)
  • 12-15 Datteln (je mehr, desto süßer offensichtlich; eingeweicht, wenn getrocknet)
  • 4 leicht gehäufte Esslöffel Kokosöl (6, wenn schon geschmolzen)

Die Teffflocken (bzw. die Buchweizenflocken, die erste Hälfte der Haferflocken, …), Kokosöl und Datteln im Universalzerkleinerer zerhäckseln und mischen. Die Haferflocken hinzugeben und nochmal anschalten, bis alles miteinander vermengt, die Haferflocken aber noch nicht total fein gehäckselt sind (geht auch, wird dann aber womöglich nicht knusprig). Die Masse evtl. nochmal mit den Händen durchkneten und anschließend über das Obst krümeln, so dass alles bedeckt ist. Anschließend im vorgeheizten Ofen bei 175°C ca. 30 Minuten lang backen.

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Das Crumble kann kalt oder noch warm mit oder ohne Eiscreme gegessen werden.

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich das Rezept von unserem Nuss-Crumble gepostet. Das Crumble an sich feiert bei uns also quasi sein Einjähriges, wobei wir das Frühstücks-Crumble mittlerweile häufiger machen als das Nuss-Crumble. Ich habe aber schon Ideen für ein Kombinations-Crumble aus Nüssen und Flocken.

Der Kobold in der Küche mag Blaubeer-Kokoscreme-Muffins

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Es gibt Zeiten, da brauche ich ruhige Wochenenden – um z.B. eine Erkältung auszukurieren – aber meistens geniesse ich ein vollgepacktes Programm. Auch wenn auf einmal schon wieder Montag ist, hatte der Kopf durch die vielen Eindrücke genug Gelegenheit, Distanz zur Arbeit aufzubauen, was manchmal einen guten Start in die Woche ermöglicht. Ich mag meine Arbeit meistens, aber wenn das Wochenende keine Gelegenheit auf Abwechslung geboten hat, dann fällt der Montag manchmal schwer. Heute starte ich entspannt nach einem wunderschönen Wochenende, das eine gute Mischung aus Gemütlichkeit und Entdeckertum enthielt, und das bei traumhaftem Wetter. Gestern haben wir Touristen in der Heimatstadt gespielt und sind ein bisschen durch Straßen geschlendert, in denen wir entweder lange nicht oder noch gar nicht waren. Neben stadtplanerischen Entdeckungen kam das Kulinarische auch nicht zu kurz – nachmittags waren wir bei Daluma im Weinbergsweg essen und haben beschlossen, dass wir dort jetzt häufiger hinmüssen, mindestens bis wir das gesamte Menü einmal durchprobiert haben. Die Adresse spricht allein dadurch schon für sich, dass sie Kaffee von unserem Lieblingshändler im Angebot hat. Als im Magen wieder genug Platz war (also nach einem längeren Spaziergang), haben wir noch Station im Liquid Garden gemacht und uns Anregungen für die eigene Smoothie-Herstellung geholt – unbedingt etwas Zimt und Kardamom muss beim nächsten Mal hinein.

Der Samstag wurde vor lauter Gemütlichkeit schon fast hektisch – nach einem Ausflug zum Markt (auf der Einkaufsliste standen Blaubeeren, in den vollen Taschen war natürlich noch wesentlich mehr), sind wir erstmal in unser Stammcafe zum Frühstücken. Dadurch haben wir erst eine Stunde später gemerkt, dass ausgerechnet die Blaubeeren nicht eingepackt wurden. Alex ist dann nochmal zurück, während ich mich irgendwie nützlich gemacht habe – eigentlich wollte ich jetzt nur noch schnell die Blaubeercreme für meine Blaubeer-Kokoscreme Muffins machen, um damit dann in den Garten der Eltern zu fahren. Wenn man alle Zutaten hat, ist das ein super Rezept, weil es nicht nur lecker, sondern auch wirklich unkompliziert ist und mit ein bisschen Planung richtig schnell gemacht. Wir haben inzwischen einige solcher Rezepte, die mit relativ wenig Aufwand gustatorische Befriedigung versprechen. Da ist auch der Kobold an meiner Seite gern mit von der Partie, schmeißt aber, wenn man nicht aufpasst, eine übriggebliebene Blaubeere in den Brotteig, Himbeeren in den Kartoffelsalat (tatsächlich ein überraschendes und leckeres Geschmackserlebnis!) und Basilikum über das Obst im Frühstückscrumble. Die Blaubeer- und wahlweise auch Erdbeermuffins waren aber bisher immer zu schnell gemacht, als das es zu irgendwelchen Zwischenfällen hätte kommen können und werden auch ohne versteckte Erbse gern vom Kobold gegessen. Ich mache die Muffins mittlerweile in zwei Varianten, je nachdem ob die Adressaten Mandeln vertragen oder nicht.

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Für den Teig

  • 200 g Mandeln (oder Erdmandelflocken/gemahlene Erdmandeln)
  • 150 g getrocknete Datteln, zur besseren Verarbeitung kurz in heißem Wasser eingeweicht
  • 3 EL Kokosöl

im Universalzerkleinerer zu einem Teig verarbeiten, evtl. nochmal mit den Händen durchkneten und 12 Kugeln formen. Diese plattdrücken und in 12 Muffinförmchen so ausformen, dass ein 1-2cm hoher Rand entsteht (je dünner, desto knuspriger). Ofen auf 150 Grad vorheizen und die Muffinmulden 15 Minuten backen, anschliessend auskühlen lassen (z.B. über Nacht).

Für die Blaubeer-/Erdbeercreme

  • 220 g Kokosmus
  • ca. 50 g Datteln (wenn getrocknet, vorher eingeweicht)
  • ca. 100 g Blau- oder Erdbeeren

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im Universalzerkleinerer mixen, bis alles cremig ist. Jeweils einen gehäuften Esslöffel von der Creme in die Muffinförmchen füllen und mit Blau-/Erd-/Brom-/Himbeeren bzw. Obst nach Laune garnieren. Kann gleich gegessen werden und hält sich einige Tage im Kühlschrank, allerdings wird die Creme dann sehr fest.

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Drei Suppen für einen Zahn

Letztes Wochenende hatte ich große Pläne. Meine Schwester war zu Besuch und sie sollte mir bei kulinarischen Entdeckungen helfen und natürlich auch Nutznießerin sein. Was sollte es alles an selbstgemachtem Brot, Schokokugeln, neuen Hauptgerichten und vielleicht auch selbstgemachtem Eis geben. Der Zahnarzt machte einen Strich durch die Rechnung. Wer lässt sich auch für Freitag den 13. einen Termin geben…

Eigentlich bin ich nur zur Arztpraxis, um mir eine herausgefallene Füllung ersetzen zu lassen. Der netten Zahnärztin sagte ich vorsichtshalber, falls sie etwas größeres vorhatte, dass ich am Montag in den Urlaub fahren würde (und ggf. halt nur ein Provisorium bräuchte…). Sie schaute meinen Zahn und dann mich an: „Sagen Sie Ihren Urlaub ab!“ Ganz sicher etwas, was man nicht beim Zahnarzt hören will. Der Zahn war nicht nur einmal, sondern gleich zweimal durchgebrochen und musste raus. Nach der Zahn-OP war die Stimmung dann zumindest entspannter und die Zahnärztin war zuversichtlich, dass ich meinen Urlaub genießen können würde. Und für das Wochenende gab es schlimmstenfalls ja auch noch den Notfallzahnarzt. Also verließ ich mit einer Checkliste für gezogene Zähne und dem Hinweis, wenn die Betäubung nachließe, könnte ich wieder ganz normal essen, die Praxis. Meinen Urlaub genieße ich inzwischen, aber mit dem ganz normal Essen war es am Freitag und Samstag noch nichts. Meine Schwester hat mir am Freitag geholfen, gleich drei Suppen zu machen, eine Süßkartoffel-Karotten-Ingwersuppe, eine Sellerie-Fenchel-Suppe und eine Tellerlinsensuppe (geht auch mit anderen Linsen).

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Für die Tellerlinsensuppe braucht man:

– 150 g Tellerlinsen

– 1 rote Zwiebel

– 1 Karotte

– 1-2 Stangen Staudensellerie

– ca. 1.5 cm Ingwer, fein geschnitten

– 1/4 – 1/2 Süßkartoffel

– 2 Teelöffel Thai-Currypulver

– 1/2-1 Teelöffel Salz

– 500 ml Gemüsebrühe

– 400 ml Kokosmilch

– Saft einer Limette

Gemüse in Stücke schneiden. Die Zwiebelstücke mit dem Ingwer in wenig Fett/Öl ca. 1 Minute anbraten. Übrige Zutaten bis auf den Limettensaft hinzugeben, zum Köcheln bringen und so lange auf geringer Hitze kochen, bis die Tellerlinsen weich sind. Die Suppe kann so gegessen werden oder püriert. Ich habe sie aus gegebenem Anlass püriert. Zum Schluss bzw. vor dem Pürieren mit dem Limettensaft abschmecken.

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Mit den anderen beiden Suppen gab es dann direkt ein Suppenfestessen. Und am Sonntag war ich dann wieder mutig und schmerzfrei genug, um festere Speisen wie z.B. Salat, Gemüsepfanne und Gobi Paratha zu essen.

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Es ist an der Zeit, Kekse zu essen

So sollte der Titel meines vorweihnachtlichen Adventsblogbeitrags heißen. Aber wie immer ist die Zeit so schnell vergangen, dass Weihnachten jetzt schon fast wieder vorbei ist. Immerhin haben wir es dieses Jahr auf den ein oder anderen Weihnachtsmarkt geschafft, und das eigentlich nicht zu knapp. In Berlin waren wir auf dem neu eröffneten Green Market, einem netten kleinen Markt mit gemütlicher Atmosphäre, der das Wohl der Frostbeulen im Auge hat und überdacht stattfindet. Die Woche darauf waren wir in Bremen auf dem mittelalterlichen Schlachtezauber und kurz in der Innenstadt – was am Wochenende nicht zu empfehlen ist. Auf dem Rückweg haben wir noch einen kurzen Stopp in Celle eingelegt und gestaunt, wieviele Fachwerkbauten die Stadt zu bieten hat. Auch dort sind wir kurz über den Weihnachtsmarkt gebummelt, der gar nicht mal so voll war, aber vermutlich waren wir einfach auch nur früh genug dran. Proviant für die Hinfahrt dieses Wochenendausflugs gab es in Form von ganzjahrestauglichen Bananenkeksen mit Cranberries.

Bananenkekse

Diese sind superschnell gemacht und schmecken – oder auch nicht, es ist wie bei vielen Dingen eben Geschmackssache. Mir schmeckt diese Form der Banane besser als roh, da ich ansonsten kein Bananenfan bin, meiner Begleitung haben die Kekse auch vorzüglich gemundet, Alex hat sie sogar zu seinen derzeitigen Lieblingskeksen deklariert. Meine Schwester dagegen hat einmal abgebissen und den Keks dann dezent beiseite gelegt 🙂 Jedoch geht probieren über studieren, und wer es schnell und knusprig mag, der nehme für zwei Bleche (für den ersten Probierversuch eventuell die Menge der Zutaten halbieren):

– 3 reife Bananen

– 150g Kokosöl, mit den Bananen zermatschen

– 300g Reismehl

– eine Handvoll Cranberries

alles verkneten, mit den Händen kleine Kugeln formen, auf einem mit Backpapier belegten Blech platt drücken und bei 200°C ca. 15 Minuten lang backen. Die Kekse sind direkt danach und auch am nächsten Tag noch schön knusprig. Morgen werden sie uns als Energiekick für zwischendurch dienen, denn es steht mal wieder ein Beachvolleyballwochenendcamp an.

Heute schon einen Baum gepflanzt?

Gut, ich habe heute auch noch keinen Baum gepflanzt, denn heute regnet es. Ich pflanze auch eher selten Bäume. Aber in unserem Büro wächst der Bonsai meiner Kollegin, der immer wieder getrimmt werden muss. Einen Zweig hat sie, die Kollegin, besonders lange für mich wachsen lassen, nachdem ich darüber sinniert habe, ob der Zweig wohl Wurzeln kriegen würde, wenn ich ihn einfach in ein Glas mit Wasser stellen würde. Tante Google hätte mir sicher bei dieser Frage weitergeholfen, aber manchmal geht probieren über studieren und wir vergaßen den Zweig im Wasser, bis er dann schließlich Wurzeln trieb – nach ungefähr drei Wochen (ok, das Wasser wurde ab und zu erneuert).

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Da die Wurzeln sehr fragil aussahen, beschäftigte mich die Frage, wie ich meinen neuen Baum wohl unversehrt nach Hause bringen könnte. Kurze Zeit später fand ich die Lösung – und den Beweis, dass Smoothietrinker die besseren Kleinstbaumtransporteure sind.

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Die Smoothietrinkflasche bietet zweckentfremdet mit einem feuchten Tuch eine ideale Kurzzeitbaumbehausung.

Zu Hause angekommen, wollte ich den Baum nur kurz in einen Topf pflanzen. Und dann mein Lieblingsbrot backen. Irgendwie hat es dann doch länger gedauert (Tisch abdecken, geeigneten Topf finden, Untersetzer suchen, der eigentliche Pflanzvorgang, gießen, wobei die Suchaktionen die meiste Zeit in Anspruch genommen haben). Jedenfalls hatte ich dann keine Lust mehr auf das Lieblingsbrot, da es aufwendig zu machen ist und auch noch lange bäckt (aber eigentlich ist das Resultat alle Mühen wert…), so dass mithilfe einer Brotbackmischung als Alternative ein auch sehr leckeres und schnell gemachtes Kartoffel-Oliven-Tomaten-Brot entstanden ist. Zur Hand hatte ich:

250 g Kartoffeln, gekocht und grob zerdrückt

30 g Kokosöl, geschmolzen

2 cups (glutenfreie) Brotbackmischung

1 1/4 cups Nussmilch

1/2 cup Oliven, gehackt

1/2 cup getrocknete Tomaten, zerkleinert

Das alles wird zu einem Teig vermischt, in eine kleine mit Backpapier ausgelegte Kastenform (14cm x 21cm ) gefüllt und im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 50 Minuten gebacken (Teigprobe).

Und hier ist er, der eingepflanzte Baum:

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Wühltag mit Crumble

Nachdem mein Rücken sich wieder einigermaßen entspannt anfühlt, habe ich gestern morgen zum ersten Mal meine neuen Barfußschuhe getestet. Sole Runner sind’s geworden, wie erwartet spürt man jeden Stein unter der Sohle und der Laufstil ist anders, Barfuß eben. Für den Anfang habe ich nur eine Runde von 20 Minuten gedreht. Hat sich gut angefühlt, aber die bisher nicht ganz so beanspruchten Muskeln melden sich schon etwas. Nicht dass ich das Barfußlaufen nicht durch’s Beachvolleyballspielen gewöhnt wäre, aber Ausdauerlaufen ist doch etwas anderes.

Für den Rest des Tages stand wieder mal etwas an, was längere Zeit liegengeblieben ist. Unterlagen wollten gefunden werden, dafür wurden Schubladen aufgeräumt. Dieser ganze Papierkram, der sich da ansammelt – manchmal soll er dort sein, manchmal wandert einfach ein ganzer Stapel hinein, weil spontan Besuch ansteht und der Schreibtisch unaufgeräumt ist. Naja, dafür gibt es diese Schlechtwetter-Aufräum- und Wühltage. Und es blieb auch noch Zeit für etwas anderes: Crumble machen und essen. Unser erstes Crumble hat aus dem Vollen geschöpft, was der Markt im Sommer hergegeben hat und wurde ein Beeren-Pflaumen-Crumble.

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Gestern waren nur Himbeeren und Blaubeeren drin, was auch zu einem sehr leckeren Ergebnis geführt hat. Das Rezept passt sich ein bisschen der Größe der Auflaufform an und der Menge an Obst, die man im Verhältnis zu den verwendeten Nüssen drin haben will. Ich wiege daher nicht ab, sondern verwende Tassen oder cups und das Verhältnis von Nüssen zu Obst ist ungefähr 1:2.

1 cup Mandeln, gemahlen

1 cup Nussmischung, gehackt

4 cups Obst (Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren, Erdbeeren, Pflaumen, Äpfel, Birnen,…)

3 gehäufte Esslöffel Kokosöl, geschmolzen

1/2 Teelöffel Zimt

Für die Nussmischung kann man alles mögliche verwenden, was an Nüssen im Haus ist, ich hatte diesmal Macadamia, Walnüsse und Cashews, die ich grob gehackt mit dem Mandelmehl vermischt habe. Anschließend wird das Kokosöl untergerührt, zusammen mit etwas Zimt. Die Hälfte dieser körnigen Masse wird auf den Boden einer Auflaufform gedrückt, dann kommt das Obst drauf, das mit der anderen Hälfte der Nussmischung bedeckt wird. Anschließend im vorgeheizten Ofen (Umluft: 175 Grad) ca. 30 Minuten backen, kurz abkühlen lassen und noch warm genießen!

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Da wir immer mehr Himbeeren kaufen, als wir innerhalb von zwei Tagen essen können, ist das Crumble eine gute Variante, die Himbeeren nicht verkommen zu lassen. Falls noch etwas von dem Crumble übrig bleibt, kann man es in Glasbehälter umfüllen, in den Kühlschrank stellen, und am nächsten Tag hat man ein crumble-to-go als Müsli oder Nachmittagssnack.