Kategorie-Archiv: Süß

Life and Cookie Balance

Das Leben mit Kind ist gaaaaanz anders. Wußte ich natürlich vorher schon. Trotzdem ist es schön, wenn einen nach halb durchwachter Nacht am nächsten Morgen etwas Schokoladiges erwartet. So wie z.B. diese superschnell gemachten Brownies, für die man folgendes braucht:

  • 200 g Mandeln
  • 200 g Datteln
  • 50-60 g Kakao
  • optional: Granatapfelkerne
  • optional: getrocknete Kirschen

Die Mandeln mahlen (dürfen ruhig grob sein), mit den Datteln (eventuell vorher einweichen) und dem Kakao im Universalzerkleinerer zu einer formbaren Masse verarbeiten. Je nach Saftigkeit der Datteln ist die Zugabe von 1-3 Löffeln Wasser nötig. Optional getrocknete Kirschen untermischen. Die Masse flach drücken – das geht gut zwischen zwei Lagen Butterbrotpapier. Jetzt von den optionalen Sachen unbedingt Granatapfelkerne in die Oberfläche drücken (dazu die Kerne auf die Oberfläche streuen und mit einer Lage Butterbrotpapier vorsichtig eindrücken oder einfach mit den Fingern). Im Kühlschrank kalt werden lassen und geniessen!

Nach der heutigen Nacht gibt es zwar keine Brownies, dafür aber Kekse vom Vortag, die haben immerhin einen Klecks Schokolade in der Mitte und sind auch relativ schnell gemacht:

  • 200 g Mandeln
  • 100 g Datteln
  • 50 g Rosinen
  • 6 Esslöffel Tapiokastärke (bessere Konsistenz)
  • Schokolade der Wahl

Das Trockenobst im Vorfeld eventuell etwas einweichen, alle Zutaten im Universalzerkleinerer zu einem krümeligen Teig verarbeiten, Kugeln formen und auf ein Backblech setzen. In die Kugeln eine Mulde eindrücken und bei 150 Grad Umluft 20-25 Minuten backen, danach noch ein paar Minuten bei höherer Temperatur für etwas mehr Bräune. Nach dem Abkühlen etwas Schokolade im Wasserbad schmelzen und in die Mulden gießen, trocknen lassen.

Die Kleine hat heute jedenfalls geschlafen, als läge sie in einem Ameisenhaufen. Neben dem wilden Ganzkörperhin- und -hergezappel hat sie auch noch um sich geschlagen und getreten, als wolle sie jede einzelne Ameise in die Flucht treiben. Besonders die auf meinem Bauch und meinen Beinen. Da freut man sich doch, dass das Kind so stark geworden ist. Die Ameisen auf meinem Bauch hatten keine Chance.

Erinnerungen an Studententage und Crumble-Jubiläum

Heute ist so ein Tag, an dem man eigentlich rausgehen sollte, um das schöne Herbstwetter zu geniessen. Nachmittags werden wir das auch tun – im Moment warten wir aber noch darauf, dass zwischen 12 und 15 Uhr jemand von der weißen Ware vorbeikommt, um unseren kaputten Geschirrspüler abzuholen. Die Zeit bis dahin verbringen wir notgedrungen damit, besagten Geschirrspüler auszuräumen – in guter Hoffnung, dass die letzte Fehlfunktion nur eine Laune der Technik gewesen ist, hatten wir ihn wieder vollgeräumt, denn die Fehlfunktion bezog sich auf das Trocknen und nicht das Spülen. Jetzt funktioniert aber gar nichts mehr und wir haben Berge von Geschirr, die gewaschen werden müssen. Wie in alten studentischen Zeiten, als der Geschirrspüler noch ein Luxus war, den man sich nicht gönnen wollte oder konnte. Oder wie im Ferienhaus, in dem man die zwei Teller mal eben abspült, weil die Nutzung des Geschirrspülers dafür nicht lohnt. Obwohl es sich heute nicht nur um zwei Teller handelt, habe ich mit Alex gescherzt, dass ja direkt Urlaubsstimmung aufkommt, wenn wir so nebeneinander abspülen und abtrocken. Wenn allerdings nicht bald etwas passiert, also die erfolgreiche Reparatur, werden wir vermutlich demnächst sogar vom Geschirrspülen träumen. Trotzdem erwäge ich heute, auch wenn das eine Steigerung von schmutzigem Geschirr bedeutet, unser Frühstücks-Crumble zu machen, das man auch sehr gut nachmittags essen kann. Denn es gibt nochmal frische Blau- und Brombeeren! Natürlich kann man, wie bei jedem Crumble, so wild kombinieren wie man will.

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Meistens verwende ich als Basis 1-2 Äpfel und ein paar Handvoll Beeren, so dass eine Auflaufform mindestens zweilagig gefüllt ist, also z.B.

  • 1 großer Apfel/2 kleine Äpfel, gewürfelt
  • 1 Birne oder 1 großer Pfirsich, gewürfelt
  • 2 Handvoll Beeren (Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Blaubeeren) oder 1 Handvoll Beeren und 1 Handvoll Pflaumen (gewürfelt)

ODER, wenn gerade Rhabarberzeit ist:

  • 1 Apfel
  • 4 Stangen Rhabarber
  • 2 Handvoll Erdbeeren

Die Menge der „Krümel“ zum Bedecken des Obstes richtet sich nach der Größe der Auflaufform und ich gebe sie verhältnismäßig in Tassen oder cups an (vom Volumen her ca. 230-250 ml Fassungsvermögen). Wir verwenden (fast) immer:

  • 1 cup Haferflocken
  • 1 cup Teffflocken (oder nochmals Haferflocken, Buchweizenflocken, Quinoaflocken etc.)
  • 12-15 Datteln (je mehr, desto süßer offensichtlich; eingeweicht, wenn getrocknet)
  • 4 leicht gehäufte Esslöffel Kokosöl (6, wenn schon geschmolzen)

Die Teffflocken (bzw. die Buchweizenflocken, die erste Hälfte der Haferflocken, …), Kokosöl und Datteln im Universalzerkleinerer zerhäckseln und mischen. Die Haferflocken hinzugeben und nochmal anschalten, bis alles miteinander vermengt, die Haferflocken aber noch nicht total fein gehäckselt sind (geht auch, wird dann aber womöglich nicht knusprig). Die Masse evtl. nochmal mit den Händen durchkneten und anschließend über das Obst krümeln, so dass alles bedeckt ist. Anschließend im vorgeheizten Ofen bei 175°C ca. 30 Minuten lang backen.

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Das Crumble kann kalt oder noch warm mit oder ohne Eiscreme gegessen werden.

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich das Rezept von unserem Nuss-Crumble gepostet. Das Crumble an sich feiert bei uns also quasi sein Einjähriges, wobei wir das Frühstücks-Crumble mittlerweile häufiger machen als das Nuss-Crumble. Ich habe aber schon Ideen für ein Kombinations-Crumble aus Nüssen und Flocken.

Der Kobold in der Küche mag Blaubeer-Kokoscreme-Muffins

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Es gibt Zeiten, da brauche ich ruhige Wochenenden – um z.B. eine Erkältung auszukurieren – aber meistens geniesse ich ein vollgepacktes Programm. Auch wenn auf einmal schon wieder Montag ist, hatte der Kopf durch die vielen Eindrücke genug Gelegenheit, Distanz zur Arbeit aufzubauen, was manchmal einen guten Start in die Woche ermöglicht. Ich mag meine Arbeit meistens, aber wenn das Wochenende keine Gelegenheit auf Abwechslung geboten hat, dann fällt der Montag manchmal schwer. Heute starte ich entspannt nach einem wunderschönen Wochenende, das eine gute Mischung aus Gemütlichkeit und Entdeckertum enthielt, und das bei traumhaftem Wetter. Gestern haben wir Touristen in der Heimatstadt gespielt und sind ein bisschen durch Straßen geschlendert, in denen wir entweder lange nicht oder noch gar nicht waren. Neben stadtplanerischen Entdeckungen kam das Kulinarische auch nicht zu kurz – nachmittags waren wir bei Daluma im Weinbergsweg essen und haben beschlossen, dass wir dort jetzt häufiger hinmüssen, mindestens bis wir das gesamte Menü einmal durchprobiert haben. Die Adresse spricht allein dadurch schon für sich, dass sie Kaffee von unserem Lieblingshändler im Angebot hat. Als im Magen wieder genug Platz war (also nach einem längeren Spaziergang), haben wir noch Station im Liquid Garden gemacht und uns Anregungen für die eigene Smoothie-Herstellung geholt – unbedingt etwas Zimt und Kardamom muss beim nächsten Mal hinein.

Der Samstag wurde vor lauter Gemütlichkeit schon fast hektisch – nach einem Ausflug zum Markt (auf der Einkaufsliste standen Blaubeeren, in den vollen Taschen war natürlich noch wesentlich mehr), sind wir erstmal in unser Stammcafe zum Frühstücken. Dadurch haben wir erst eine Stunde später gemerkt, dass ausgerechnet die Blaubeeren nicht eingepackt wurden. Alex ist dann nochmal zurück, während ich mich irgendwie nützlich gemacht habe – eigentlich wollte ich jetzt nur noch schnell die Blaubeercreme für meine Blaubeer-Kokoscreme Muffins machen, um damit dann in den Garten der Eltern zu fahren. Wenn man alle Zutaten hat, ist das ein super Rezept, weil es nicht nur lecker, sondern auch wirklich unkompliziert ist und mit ein bisschen Planung richtig schnell gemacht. Wir haben inzwischen einige solcher Rezepte, die mit relativ wenig Aufwand gustatorische Befriedigung versprechen. Da ist auch der Kobold an meiner Seite gern mit von der Partie, schmeißt aber, wenn man nicht aufpasst, eine übriggebliebene Blaubeere in den Brotteig, Himbeeren in den Kartoffelsalat (tatsächlich ein überraschendes und leckeres Geschmackserlebnis!) und Basilikum über das Obst im Frühstückscrumble. Die Blaubeer- und wahlweise auch Erdbeermuffins waren aber bisher immer zu schnell gemacht, als das es zu irgendwelchen Zwischenfällen hätte kommen können und werden auch ohne versteckte Erbse gern vom Kobold gegessen. Ich mache die Muffins mittlerweile in zwei Varianten, je nachdem ob die Adressaten Mandeln vertragen oder nicht.

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Für den Teig

  • 200 g Mandeln (oder Erdmandelflocken/gemahlene Erdmandeln)
  • 150 g getrocknete Datteln, zur besseren Verarbeitung kurz in heißem Wasser eingeweicht
  • 3 EL Kokosöl

im Universalzerkleinerer zu einem Teig verarbeiten, evtl. nochmal mit den Händen durchkneten und 12 Kugeln formen. Diese plattdrücken und in 12 Muffinförmchen so ausformen, dass ein 1-2cm hoher Rand entsteht (je dünner, desto knuspriger). Ofen auf 150 Grad vorheizen und die Muffinmulden 15 Minuten backen, anschliessend auskühlen lassen (z.B. über Nacht).

Für die Blaubeer-/Erdbeercreme

  • 220 g Kokosmus
  • ca. 50 g Datteln (wenn getrocknet, vorher eingeweicht)
  • ca. 100 g Blau- oder Erdbeeren

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im Universalzerkleinerer mixen, bis alles cremig ist. Jeweils einen gehäuften Esslöffel von der Creme in die Muffinförmchen füllen und mit Blau-/Erd-/Brom-/Himbeeren bzw. Obst nach Laune garnieren. Kann gleich gegessen werden und hält sich einige Tage im Kühlschrank, allerdings wird die Creme dann sehr fest.

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Osterenergie

Nachdem meine Schwester es letzten Dienstag ausgesprochen hatte, war es offiziell: Ich war verantwortlich für sogenannte „gesunde“ Ostereier. Also suchte ich im Internet und wurde fündig, bloggt doch jeder „health-blogger“ seine neuesten Kreationen. Ich habe meine Verantwortung sogar so ernst genommen, dass ich Ostereierformen bestellt habe, um gefüllte Schokoladeneier herzustellen. Außerdem kam mir die „geniale“ Idee, sogenannte „energy balls“ in „energy eggs“ umzuwandeln. Zum Glück, denn die gefüllten Ostereier sind nichts geworden – die selbstgemachte Schokolade wurde auch im Tiefkühlfach nicht hart genug, um sich unbeschadet aus der Form lösen zu lassen. Der Rest der Schokolade ergibt allerdings eine Art gesunde Nutella. Nun zur gelungenen Variante: Fündig wurde ich unter anderem hier:

http://www.vegan-for-fit.de/files/pdf/selbstgemachte-pralinen.pdf

Die Cashew-Amaranth-Pralinen hatte ich schon zuvor mit Reissirup anstatt von Agavendicksaft ausprobiert und für sehr lecker befunden. Zum ersten Mal habe ich auch die Erdnuss-Variante in leicht abgewandelter Form ausprobiert – eignet sich gut zum Verschenken an Erdnuss-Schokoladenliebhaber, wenn man selbst Erdnusscreme nicht sonderlich mag.

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Wahlweise gab es dann noch Walnuss-Cashew-Chia-Schokoladen-Eier (in Kugelform bisher oft gewünscht) und neu im Sortiment: Das Hanf-Kakao-Carob-Ei, für das für eine mittlere Korbfüllung folgendes benötigt wird:

– 120 g Hanfsamen

– 50-55 g Kakaopulver

– 45-50 g Carobpulver

– 50 g geschmolzenes Kokosöl

– 40-45g Reissirup

– nach Belieben noch 1-2 Teelöffel Vanille und/oder Zimt

Alles vermischen und an Ostern zu kleinen Eiern formen, an anderen Tagen werden auch Kugeln akzeptiert. Die Kugeln (oder Eier) im Kühlschrank lagern, so bleiben sie fest und halten sich einige Tage bis Wochen – das hängt bei uns meist nicht von der Haltbarkeit an sich, sondern vom Heißhunger auf Süßes ab. Der Osterhase macht jetzt allerdings erst mal eine Avocado-Sushi-Pause.

 

Es ist an der Zeit, Kekse zu essen

So sollte der Titel meines vorweihnachtlichen Adventsblogbeitrags heißen. Aber wie immer ist die Zeit so schnell vergangen, dass Weihnachten jetzt schon fast wieder vorbei ist. Immerhin haben wir es dieses Jahr auf den ein oder anderen Weihnachtsmarkt geschafft, und das eigentlich nicht zu knapp. In Berlin waren wir auf dem neu eröffneten Green Market, einem netten kleinen Markt mit gemütlicher Atmosphäre, der das Wohl der Frostbeulen im Auge hat und überdacht stattfindet. Die Woche darauf waren wir in Bremen auf dem mittelalterlichen Schlachtezauber und kurz in der Innenstadt – was am Wochenende nicht zu empfehlen ist. Auf dem Rückweg haben wir noch einen kurzen Stopp in Celle eingelegt und gestaunt, wieviele Fachwerkbauten die Stadt zu bieten hat. Auch dort sind wir kurz über den Weihnachtsmarkt gebummelt, der gar nicht mal so voll war, aber vermutlich waren wir einfach auch nur früh genug dran. Proviant für die Hinfahrt dieses Wochenendausflugs gab es in Form von ganzjahrestauglichen Bananenkeksen mit Cranberries.

Bananenkekse

Diese sind superschnell gemacht und schmecken – oder auch nicht, es ist wie bei vielen Dingen eben Geschmackssache. Mir schmeckt diese Form der Banane besser als roh, da ich ansonsten kein Bananenfan bin, meiner Begleitung haben die Kekse auch vorzüglich gemundet, Alex hat sie sogar zu seinen derzeitigen Lieblingskeksen deklariert. Meine Schwester dagegen hat einmal abgebissen und den Keks dann dezent beiseite gelegt 🙂 Jedoch geht probieren über studieren, und wer es schnell und knusprig mag, der nehme für zwei Bleche (für den ersten Probierversuch eventuell die Menge der Zutaten halbieren):

– 3 reife Bananen

– 150g Kokosöl, mit den Bananen zermatschen

– 300g Reismehl

– eine Handvoll Cranberries

alles verkneten, mit den Händen kleine Kugeln formen, auf einem mit Backpapier belegten Blech platt drücken und bei 200°C ca. 15 Minuten lang backen. Die Kekse sind direkt danach und auch am nächsten Tag noch schön knusprig. Morgen werden sie uns als Energiekick für zwischendurch dienen, denn es steht mal wieder ein Beachvolleyballwochenendcamp an.

Wühltag mit Crumble

Nachdem mein Rücken sich wieder einigermaßen entspannt anfühlt, habe ich gestern morgen zum ersten Mal meine neuen Barfußschuhe getestet. Sole Runner sind’s geworden, wie erwartet spürt man jeden Stein unter der Sohle und der Laufstil ist anders, Barfuß eben. Für den Anfang habe ich nur eine Runde von 20 Minuten gedreht. Hat sich gut angefühlt, aber die bisher nicht ganz so beanspruchten Muskeln melden sich schon etwas. Nicht dass ich das Barfußlaufen nicht durch’s Beachvolleyballspielen gewöhnt wäre, aber Ausdauerlaufen ist doch etwas anderes.

Für den Rest des Tages stand wieder mal etwas an, was längere Zeit liegengeblieben ist. Unterlagen wollten gefunden werden, dafür wurden Schubladen aufgeräumt. Dieser ganze Papierkram, der sich da ansammelt – manchmal soll er dort sein, manchmal wandert einfach ein ganzer Stapel hinein, weil spontan Besuch ansteht und der Schreibtisch unaufgeräumt ist. Naja, dafür gibt es diese Schlechtwetter-Aufräum- und Wühltage. Und es blieb auch noch Zeit für etwas anderes: Crumble machen und essen. Unser erstes Crumble hat aus dem Vollen geschöpft, was der Markt im Sommer hergegeben hat und wurde ein Beeren-Pflaumen-Crumble.

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Gestern waren nur Himbeeren und Blaubeeren drin, was auch zu einem sehr leckeren Ergebnis geführt hat. Das Rezept passt sich ein bisschen der Größe der Auflaufform an und der Menge an Obst, die man im Verhältnis zu den verwendeten Nüssen drin haben will. Ich wiege daher nicht ab, sondern verwende Tassen oder cups und das Verhältnis von Nüssen zu Obst ist ungefähr 1:2.

1 cup Mandeln, gemahlen

1 cup Nussmischung, gehackt

4 cups Obst (Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren, Erdbeeren, Pflaumen, Äpfel, Birnen,…)

3 gehäufte Esslöffel Kokosöl, geschmolzen

1/2 Teelöffel Zimt

Für die Nussmischung kann man alles mögliche verwenden, was an Nüssen im Haus ist, ich hatte diesmal Macadamia, Walnüsse und Cashews, die ich grob gehackt mit dem Mandelmehl vermischt habe. Anschließend wird das Kokosöl untergerührt, zusammen mit etwas Zimt. Die Hälfte dieser körnigen Masse wird auf den Boden einer Auflaufform gedrückt, dann kommt das Obst drauf, das mit der anderen Hälfte der Nussmischung bedeckt wird. Anschließend im vorgeheizten Ofen (Umluft: 175 Grad) ca. 30 Minuten backen, kurz abkühlen lassen und noch warm genießen!

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Da wir immer mehr Himbeeren kaufen, als wir innerhalb von zwei Tagen essen können, ist das Crumble eine gute Variante, die Himbeeren nicht verkommen zu lassen. Falls noch etwas von dem Crumble übrig bleibt, kann man es in Glasbehälter umfüllen, in den Kühlschrank stellen, und am nächsten Tag hat man ein crumble-to-go als Müsli oder Nachmittagssnack.

Erfrischung für schwüle Tage – Eiscreme und eiskalte Smoothies

Der letzte wirklich warme Tag im August scheint, wenn man der Wettervorhersage glauben kann, letzten Sonntag gewesen zu sein. Eigentlich hatten wir vor, an den Badesee zu fahren, aber der Himmel war bewölkt, es sah nach Regen aus und schien auch nicht besonders warm zu werden. Wir beschlossen, den Tag für einiges an Aufarbeit zu nutzen –  im Sommer bleibt immer viel liegen, da die Zeit sich viel besser nutzen lässt als zum Aufräumen, Steuererklärung machen etc. Am späten Nachmittag sind wir dann doch noch mal aufgebrochen, um zumindest einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen. Was in der Wohnung trotz gekippter Fenster bis dahin nicht zu spüren gewesen war (der Schatten im Hof und die Windstille taten wohl ihr Gutes), war die extreme Schwüle und die 30 Grad draußen auf der Straße. Drei Schritte und Alex steuerte in Richtung Eisdiele – laut seiner Ansicht spaziert es sich sowieso besser mit einem Ziel. Dieses Ziel hatten aber viele, und es war uns nicht danach, in einer langen Schlange anzustehen. Also verprach ich, mich zu Hause um eine eigene Eiskreation zu kümmern. Vor ein paar Wochen hatten wir schon mal etwas herumexperimentiert, daher wusste ich, dass Banane und Nussmus für eine cremige Konsistenz sorgen. Folgendes fand den Weg in den Mixer für ein erfrischend-kühles Pfirsicheiscreme-Erlebnis:

2 gefrorene reife Pfirsiche

1 (gefrorene) reife Banane

ca. 150 ml Wasser

2 EL Kokosmus

Einfach, aber fantastisch! Auch der Rest an Johannisbeeren vom vorletzten Wochenmarkt fand noch eine Verwendung in der Garnierung.

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Jetzt ist es schon nicht mehr ganz so heiß, aber die Wärme hat sich im Büro gehalten. Darum kommt mir der aus der Not geborene Eisfrucht-Petersilie-Smoothie ganz recht – eigentlich entstammt diese Zusammensetzung der Tatsache eines leeren Kühlschranks. Schon gestern fand sich dort nur noch ein Mini-Romanasalat und ein Pfirsich, heute war komplett geplündert – da freue ich mich besonders auf den morgigen Besuch des Wochenmarkts.

Immerhin war der Eisschrank gut bestückt mit gefrorener Banane, Kirschen und Blaubeeren, auch einen Überschuß an Petersilie und Spinat hatte ich eingefroren. Der Übermut auf dem Wochenmarkt führt ab und zu dazu, dass wir überschätzen, was wir in den nächsten Tagen alles verwenden können, und bevor es schlecht wird, wandert es in den Eisschrank. Den Eisfrucht-Petersilie-Smoothie gab es am Donnerstag in Variante 1 und heute – noch eisiger – in Variante 2. Allen gemeinsam ist

1 gefrorene Banane

12-15 gefrorene Kirschen

1-2 Handvoll gefrorene Blaubeeren (Variante 1: ca. 1 Handvoll)

1 Handvoll gefrorene glatte Petersilie

in Variante 1 kamen noch hinzu:

1 Bergpfirsich

1 Mini-Romanasalat

ca. 200 ml Kokosmilch

ca. 300 ml Wasser

Ich mixe immer zuerst das Grünzeug mit der Flüssigkeit für ca. 30 Sekunden auf höchster Stufe im Hochleistungsmixer, danach kommt das Obst hinzu. Bei gefrorenem Obst stelle ich zunächst eine kleine Umdrehungszahl ein, am Ende dann auch die höchste Stufe.

In Variante 2 befanden sich:

ca. 2 Handvoll gefrorener Spinat

1 Esslöffel Gojibeeren

1 Esslöffel Hanfsamen

Flüssigkeit im Mischungsverhältnis 1:1:1: Wasser:Kokosmilch:Kokoswasser

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Je nach gewünschter Konsistenz kann man mehr oder weniger Flüssigkeit hinzufügen – ich hatte pro Flüssigkeit ca. 300 ml hinzugegeben, wodurch das ganze diesmal eher ein Saft als ein Smoothie war. Weniger Flüssigkeit gibt eine cremigere Konsistenz, aber zur Abwechslung war die Saftvariante auch willkommen.

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Im Gegensatz zu meinen sonstigen Notfallkreationen schmeckt dieser Smoothie ganz hervorragend, wenn man die Petersiliennote mag. So hervorragend, dass der Zwischenstopp beim Obst- und Gemüsehändler entfiel und es ihn zwei Tage in leichter Variation hintereinander gab. Und auch so hervorragend, dass ich ihn innerhalb von einer Stunde ausgetrunken habe und nicht wie üblich den ganzen Vormittag vor mich hingenibbelt habe. Was allerdings den Nachteil hatte, dass sich schon um halb zwölf der Hunger meldete und nicht wie sonst erst mittags. Zum Glück gibt es gerade Paprika-Zucchini-Brotmuffins als Snack für zwischendurch.

Hier Drauftreten bitte! Und ein Cashew-Zitrone-Brombeerkuchen

Was passiert, wenn man ein Schild auf den Boden legt? Jeder wird NICHT auf dieses Schild treten, weil er annimmt, dass das Schild aus dem Grund auf dem Boden liegt, weil es vor etwas warnt, was sich genau an dieser Stelle befindet. Ich glaube, ich war eine der wenigen Personen, die dieses Schild gerade noch rechtzeitig gelesen hat. Es lag vor der Eingangstür des Hauses, in dem mein Bruder wohnt, und ich kam mit dem neuen Lieblingssommerkuchen der Familie zu Besuch. Im Eingangsbereich wurden gerade Ausbesserungsarbeiten durchgeführt. Das Schild war auch kurz Thema beim geselligen Zusammensein: Meine Schwägerin fragte kurz nach der Begrüßung, ob ich auf das Schild getreten sei oder daneben. Sie war nicht draufgetreten, allerdings hatte sie auch erschwerte Bedingungen gehabt: Wer das Haus verläßt, für den steht das Schild auf dem Kopf. Aber selbst aus der „richtigen“ Richtung kommend, musste man Aufwand betreiben, sprich stehenbleiben und eventuell soger tiefer gehen, da die Beschriftung mit mehrfach nachgezogenem Kugelschreiber durchgeführt und nicht unbedingt sehr leserlich war. Hoffentlich werden die Ausbesserungsarbeiten besser gemacht als dieses Schild, wenn das nicht durch das Danebentreten vieler Leute schon verhindert wird. Mehr sollte uns das aber nicht kümmern, denn jetzt war Kaffee und Kuchen angesagt. Da es heiß war, habe ich einen Kühlschrankkuchen mitgebracht, also einen Kuchen, der erst einige Stunden im Kühlschrank stehen muss, um fest zu werden. Inspiriert hat mich der Raw Cherry ‚Cheescake‘ von Julie Daniluk, den man hier finden kann:

https://www.juliedaniluk.com/recipes/raw-cherry-cheesecake.html

Das Rezept soll offensichtlich einen Käse- oder Quarkkuchenersatz darstellen. Optisch sieht es ja so aus, aber geschmacklich ist es etwas ganz anderes – und das ist für mich ein Pluspunkt als Nicht-Käsekuchen-Liebhaber. Geschmacklich ist das Ding der Hammer, wenn man auf Cashews mit Zitrone steht! Der „Teig“ ist genau richtig für eine kleine Springform (20 cm Durchmesser), also ideal wenn nicht so viele Leute mitessen oder als Zweitkuchen. Demnächst muss ich mal ausprobiern, ob man durch Verdoppelung der Zutaten die richtige Menge für eine große Springform hat.

Im Rezept werden „cups“ (amerikanische Messbecher) verwendet. Aus meiner Studienzeit in den Staaten habe ich noch so ein Set. Wer sich sowas auch zulegen möchte, wird z. B. bei Amazon fündig. Für meine Familie werde ich zum Nachmachen aber mal die Grammzahlen auswiegen. Es gibt ja auch Umrechnungstabellen, aber ich weiß nicht, ob ich denen für alle Zutaten vertrauen kann.

Da mir relativ schnell langweilig wird, wenn ich ein und dasselbe Rezept häufig mache (und diesen Kuchen gibt es zur Zeit recht häufig, ist ja wie gesagt zum Lieblingssommerkuchen der Familie geworden), fange ich damit an zu variieren. Als allererstes habe ich, da mir die Walnüsse ausgegangen sind, den Walnußanteil durch Pekannüsse ersetzt. Und da mein Universalzerkleinerer zu klein ist, um den ganzen Schwung Cashews auf einmal zu verarbeiten, ist mir eingefallen, daraus zwei Schichten zu machen. In die eine Hälfte habe ich 6 Brombeeren eingearbeitet – das sorgte sowohl geschmacklich als auch optisch für Begeisterungsausbrüche. Außerdem verwende ich gerne Reissirup, da er keine Fruktose enthält. Das begeisterungsweckende Rezept des Cashew-Zitrone-Brombeerkuchens sieht also so aus:

Für die Kruste:

3/4 cup Pekannüsse

1/2 cup Mandeln

2 Esslöffel Reissirup

Pekannüsse und Mandeln fein mahlen, Reissirup unterrühren. Eine kleine Springform mit Backpapier auslegen (oder nachher länger saubermachen…) und die Masse gleichmäßig auf dem Boden verteilen und anpressen.

Für die Füllung

2 cups Cashews (vorher 2 Stunden lang einweichen, abspülen) mit

6 Esslöffeln Zitronensaft (frisch gepresst),

6 Esslöffeln Reissirup,

1/2 cup Kokosöl (geschmolzen, so wie es im Sommer oder in einer warmen Wohnung eh schon vorliegt…) und

1 Teelöffel Vanillepulver

im Universalzerkleinerer zu einer cremigen Masse verarbeiten. Die Hälfte davon abnehmen und auf dem Boden verteilen. Eventuell kurz in den Gefrierschrank stellen, damit die Oberfläche schon mal etwas fester wird. Den in der Küchenmaschine verbliebenen Anteil mit

6 Brombeeren

nochmal verrühren, bis die Masse gleichmäßig eingefärbt ist. Das Ganze dann als zweite Schicht auf den Kuchen auftragen. Jetzt kann das Zwei-Schicht-System in den Kühlschrank gestellt werden und muss dort für ein paar Stunden bleiben bis es fest ist. Oh, ich könnte schon wieder ein Stück vernaschen! Das nächste Mal wage ich mich an eine Marmorierung, indem ich mit einer Gabel die zwei Schichten teilweise durchmische. Und ich glaube, das ganze wird noch traumhafter durch die Verwendung von Himbeeren statt Brombeeren, aber das müssen die Himbeer- und Brombeerfans unter sich ausmachen.

Ach ja, beim Verlassen des Hauses hat sich der Schildmacher eine Optimierung ausgedacht in dem Versuch, den Durchgangsverkehr am Betreten des Eingangsbereichs zu hindern: Auf jedem einzelnen Stein war jetzt noch ein Kreuz aus Klebestreifen. Ob’s hilft? Vielleicht liest man jetzt ja doch erstmal das Schild vor dem Weiterlaufen.

NACHTRAG: Die Himbeervariante mit Marmorierung ist auch gelungen.

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Aber der Familienfavorit ist mittlerweile ein Brombeer-Blaubeerkuchen nach obigem Rezept, in dem zusätzlich zu den sechs Brombeeren noch 12 Blaubeeren in die zweite Schicht kommen (und eventuell noch etwas Kokosöl).

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Weitere Blaubeeren machen sich optisch und geschmacklich sehr gut auf dem Kuchen drauf. Dieses Stück blieb nicht lange auf dem Teller…

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